Artist in Residenz 2015

Unser „Artist in Residence“ im Dezember 2015 war Nicole Amsbeck u24-7nd „workforceproductions“. Das Ergebnis war ein performatives und interaktives Ereignis ganz besonderer Art:

24/7 – Ein ‚Symposium‘ in fünf Gängen zum Mitdenken und Abschmecken
24/7 – eine Arbeit über die Arbeit im Postfordismus

Informationen:www.workforceproductions.org24-7_2

workforceproductions waren: Nicole Amsbeck, Giuseppina Tragni, Anna Weiße, Renske Marij Ebbers, Marielle Amsbeck, Karla Katja Leisen, Sophia Guttenhöfer, Guy Marsan.

Unsere Arbeitswelt ist im Wandel. Unter unseren Füßen werden soziale Sicherungsnetze nach und nach aufgelöst, während wir versuchen mobiler, flexibler, multitasking-fähiger, innovativer, kommunikativer, eigenständiger, kreativer, kooperativer, selbstbestimmter… insgesamt: effizienter zu arbeiten und zu leben. 24/7 – das Symposium in fünf Gängen lädt Sie ein zum Mitdenken und Abschmecken: Kunst, Kochen, Kommunikation. Austausch, Netzwerk und Diskussion. Geschmack und Gespräche. Performance, Installationen, Workshops, Fachvorträge und der Dokumentarfilm „Auf Augenhöhe“. Visionen und Utopien. Begleiten Sie uns auf eine kulinarische Forschungsreise zum Thema Arbeit.

Fachvorträge u.A. von: Uwe Lübbermann (Premium Cola, Hamburg), Dr. Heike Lüken (Kulturwissenschaftlerin, Hamburg) & WORKING TITLE (Nicole Amsbeck, Performance Studies MA + Marielle Amsbeck)

Artist in Residence von Theater Transit24-7_3
Theater Transit ermöglicht dem Künstlerkollektiv im Rahmen einer einjährigen Residenz eine neuartige Form künstlerischer Forschung mit regionalem Bezug. Das Konzept von „24/7“ besteht darin Arbeits- und Alltagspraktiken im Selbstversuch zu erforschen und in einer interaktiven Performance an die Gesellschaft zurückzuspielen. Ihre künstlerische Forschung fokussiert die Verbindung von Wissenschaft, Kunst und Arbeit. Einige Künstler*innen von workforceproduction sind Transit seit vielen Jahren in unterschiedlichen Zusammenhängen und Projekten eng verbunden. Die Residenz führt Kollaborationen fort und erweitert sie. Transit begreift sich als Komplizin der nachfolgenden Künstler*innengeneration und bietet Raum für Erprobung, Entwicklung und künstlerischen Diskurs.

workforceproductions
workforceproductions ist ein Arbeitszusammenschluss unterschiedlicher Menschen aus unterschiedlichsten Berufsfeldern, die mittels Theater, Performance und Aktionskunst gesellschaftliche und politische Themen der Gegenwart verhandeln. Polaritäten und Kontroversen, vor allem aber auch das Visionäre und Utopische innerhalb der Diskurse, die unseren Alltag prägen, überführt workforceproductions in theatrale Gemeinschafts- und Erfahrungsräume für ihr Publikum. Künstlerische Feldforschung und biographische Expertise münden in unterhaltsame, performative und poetische Bilder, Aktionen und Sounds.

Termine: 4./5./6. Dezember sowie 11./12./13. Dezember 2015
Ort: Hügelstraße 75 und 77 (zukünftiges „Theater Moller Haus im Exil“-Gebäude)

Kontakt: Nicole Amsbeck Mail: nicole.amsbeck@gmx.de Fon: 0176/61066374

Die Crew von workforcproductions:24-7_4
Nicole Amsbeck ist freie Regisseurin, Theatermacherin und Kulturmanagerin. Sie arbeitete in den letzten Jahren deutschlandweit in unterschiedlichen Kollektiven, für freie Ensembles, für Festivals und Theater (u.A. Stadttheater Münster, Theater Transit, Theater Lakritz, Starke-Stücke-Festival Rhein-Main, vis-á-vis Festival Aurich, Spiel& Theaterwerkstatt Frankfurt, Bundesverband Künstlerischer Arbeit). Seit einigen Jahren arbeitet und forscht sie vor allem im Bereich Performance und Performance im öffentlichen Raum. Kürzlich schloss sie ihren Master in Performance Studies an der Universität Hamburg ab.

Giuseppina Tragni studierte Theaterpädagogik in Heidelberg und arbeitet freiberuflich als Theaterpädagogin, Regisseurin und Schauspielerin in Speyer und Umland. Seit 2012 ist sie als freie Mitarbeiterin am Nationaltheater Mannheim tätig. Sie entwickelt Inszenierungen, arbeitet als Multiplikatorin und Projektleiterin. Zur Zeit tourt sie mit „Bingo. Das Spiel des Lebens“, eine Produktion von TabuLaRasa (www.blog.theater-tabularasa.de/) – das sie 2012 gemeinsam mit Karla Leisen gründete – durch Deutschland.

Anna Weiße ist Musikerin und Tontechnikerin. Sie absolvierte eine Ausbildung als „Audio Engineer“ an der SAE in Hamburg und arbeitet seit einigen Jahren als Live-Mischerin (u.A. Trude träumt von Afrika, Les Reines Prochaines). Sie ist für die Musiktechnik im Frauenmusikzentrum verantwortlich, bietet dort regelmäßig Workshops an und experimentiert seit einigen Jahren mit der Ableton-Software für ihre eigenen Musik-und Soundprojekte, z.B. bei Bauchladenmonopol. Auf der Bühne steht sie mit handgemachter und elektronischer Musik bei Damn it Janet (www.damn-it-janet.org).

Renske Marij Ebbers studierte ein Jahr Theaterpädagogik in Arnheim und danach Theaterwissenschaft an der Universität von Amsterdam. An der University of Toronto vertiefte sie ihre Studien in den Bereichen Philosophie und Sozialwissenschaft. Sie arbeite für das Studierenden-Theater in Amsterdam und Toronto als Theaterschriftstellerin und Regisseurin und leitete den Studienverein „Nieuwe Doelen“. Seit Herbst 2014 wohnt sie in Deutschland und studiert den Master of Performance Studies an der Universität Hamburg.

Marielle Amsbeck studierte Theaterpädagogik an der Hochschule Osnabrück. Neben ihrem Studium arbeitete sie in Darmstadt als Regieassistentin und Co-Regie u.A. für Erik Kaiel (NL), Theater Lakritz und Theater Transit. Als Nachwuchskünstler*in und Performer*in realisiert sie Projekte im Bereich Performance und Choreographie. Im Herbst 2015 begann sie ihr Masterstudium der Theaterwissenschaft in Berlin.

Karla Katja Leisen lebt seit 2007 in Südhessen (Darmstadt). Sie arbeitet seit 2003 als Theatermacherin und Ausstatterin in der Freien Theater Szene. Lichtdesign und Bühnenbild, sowie Rauminstallationen für Theater, Tanz und Performance sind ihr künstlerischer Schwerpunkt, mit dem Interesse an der ästhetischen Begleitung von Prozessen. Sie ist Gründungsmitglied des in:takt e.V. Köln, der Freien Gruppe TabuLaRasa und Vorstandsmitglied des Freien Szene Darmstadt e.V.

Sophia Guttenhöfer arbeitet als freie Choreographin, Tänzerin und Performerin im eigenen Kollektiv Bauchladen Monopol sowie mit verschiedenen Choreograph_innen/ Gruppen aus dem Bereich Tanz, Theater, Nouveau cirque, Jugendtheater. Wiederkehrend beschäftigt sie sich in ihren Arbeiten mit Themen des öffentlichen Stadtraums und der Normierung des Körpers. International führte sie ihre Arbeit nach Budapest, eine Artist In Residence nach Finnland, ein Künstler_innenaustausch in den Senegal. Sie studierte an der DSHS Tanz/ Bewegungstheater und Performance Studies an der Universität Hamburg. www.sophiaguttenhoefer.de www.bmonopol.wordpress.com

Guy Marsan studierte Theaterwissenschaft und Germanistik an der University of Ottawa, der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg und Mime Corporel in Paris. Er arbeitete fünf Jahre lang mit der Theatergruppe Ottawa Stilt Union (Kanada), die ihre Stücke kandaweit und u.A. beim North American Cultural Laboratory im Staat New York spielten. Er ist Teil der Künstlerkollektive Two Little Birds und STO Union. 2013 erhielt Guy ein Stipendium der Fondation pour l’avancement du théâtre au Canada français für sein kürzlich abgeschlossenes Studium der Performance Studies an der Universität Hamburg.

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