Max Petermann

DSC_0011Schauspieler, Theaterpädagoge, Regisseur, Grundschullehrer, Vater, Jahrgang 1966;
parallel zum Studium Ausbildung zum Spiel- und Theaterpädagogen (Spiel- und Theaterwerkstatt Frankfurt, Burckhardthaus Gelnhausen, Akademie Remscheid), 5 Jahre lang ausschließlich Freies Theater und Theaterpädagogik, mittlerweile Standbein Schule, Spielbein Theater Transit (und umgekehrt). Seit 1993 gehöre ich zu Theater Transit. Ensembleproduktionen, Solostücke, Ortsbespielungen, Groß-Projekte – viele Formen, viele Themen, eins ist immer gleich: die Suche nach einem Theater, das berührt. Und noch eins: Theater machen, das bedeutet alles machen. Ein Stück finden oder ein Thema, Geld auftreiben und ein Team zusammentrommeln, Pressematerial entwerfen, Auftritte organisieren, ein Bühnenbild aufbauen, abbauen, und und und.

Weg

Während meines Studiums in Frankfurt liefern die dort angebotenen Theaterseminare die sonst so vermisste Praxis und Sinnlichkeit. Vor allem der später bekannt gewordene Regisseur Rolf Johannsmeier zündet meinen Theaterfunken, probt er doch auf mitreißende Weise mit bis zu 80 Pädagogikstudenten an zahlreichen Kinder- und Jugendstücken gleichzeitig. Bis zum ersten Staatsexamen drängt sich das Theater und die Theaterpädagogik immer weiter nach vorn. Ich werde freiberuflicher Theaterpädagoge und finde meine Heimat als Schauspieler bei Theater Transit. Nach zahlreichen freien Theaterprojekten nun professionell Freies Theater machen: ich werde Gesellschafter, Schauspieler, Lichttechniker, Pressetexter im eigenen Betrieb. Eigenproduktionen und Inszenierungen entstehen, werden bundesweit und in Österreich gezeigt, Theaterkonzeptionen werden entwickelt, Kulturpolitik betrieben. Mit der Geburt meiner Tochter 1998 setze ich meinen Fuß wieder in Schule, lehre Lesen, Schreiben, Rechen und: Theater. Jedes Jahr entstehen an der Regenbogenschule zahlreiche kleine und große Theaterstücke, auch Figurenspiel, Tanztheater und Musicals. Physische Heimat ist seit Mitte der 90er Jahre die Wacker Fabrik in Mühltal. Als Gründungsmitglied des Kulturvereins veranstalte ich hier Theaterfestivals, als Transit-Mann probe und zeige ich hier neue Stücke. 2006 gründe ich hier mit Simone Neuroth den „Kinder-Zweig“ von Theater Transit, die Theaterschule für Kinder.

Lehre

Ich lehre Theater für Kinder in unserer eigenen Theaterschule für Kinder in Ferienkursen und wöchentlichen Gruppen.
Ich lehre Theater an der Regenbogenschule Altheim auf mehreren Ebenen:

  • Theater als Methode im täglichen Unterricht
  • Theater als besonderes Projekt innerhalb der Klasse, zwei- bis dreimal im Schuljahr
  • Theater als Handwerk und Inszenierung in der jahrgangsgemischten Theater-Ag der Schule und in Projektwochen
  • Theater als Gemeinschaftsprojekt einer ganzen Schule
  • Theater als Mittel zur Gewaltprävention

Regie Kinder

Jedes Jahr entstehen an der Regenbogenschule ein bis zwei Kindertheaterproduktionen, einmal im Jahr inszeniere ich dort zusammen mit allen Kolleginnen ein Musiktheaterstück mit 150 Kindern. Das Spektrum der Inszenierungen reicht von Schauspiel, Figuren-, Tanz- und Schattentheater bis hin zu Musicals und Ortsbespielungen. Dabei reizt es mich, immer wieder andere Spielformen und Theatermittel mit Kindern zu erforschen. Mit „Emil, Emma und die Detektive“ Einladung zu den hessischen Schultheatertagen und zum bundesweiten „Schultheater der Länder“ 2005.

Regie Erwachsene

Neben einigen kleinen Arbeiten mit Jugendlichen und jungen Erwachsenen inszeniere ich zum wiederholten Mal mit Theater Vornerum (1998 „König Ubu“ nach A. Jarry, 2000 „Merlin“ von Tankred Dorst, 2008 „Faust, love“ nach Goethe). In der Arbeit mit ambitionierten und erfahrenen Amateuren wie „Vornerum“ begegnen sich stets meine beiden Theaterwurzeln: die professionelle Theaterarbeit hin zur Inszenierung für eine breite Öffentlichkeit und die einfühlsame Theaterpädagogik, die nach angemessenen theatralen Darstellungsmöglichkeiten sucht. Die Probenarbeit ist immer Prozess, die Inszenierung ein Gemeinschaftswerk von Gruppe und Regie.

Leidenschaften

„Theater ist der seligste Schlupfwinkel für all diejenigen, die ihre Kindheit heimlich in die Tasche gesteckt und sich damit auf und davon gemacht haben, um bis an ihr Lebensende weiterzuspielen.“
(Max Reinhardt)

Empfehlungen

Das vielleicht vielseitigste Theaterhaus Darmstadts:
Theater Mollerhaus
Die vielleicht ungewöhnlichste Grundschule des Landkreises DA-DI:
Regenbogenschule
Der vielleicht kreativste Ort zum Arbeiten:
Wacker Fabrik
Das vielleicht ambitionierteste Amateurtheater Südhessens:
Theater Vornerum
Der vielleicht erstaunlichste Kulturort der Provinz:
ARThaus Altheim

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