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Die Legende vom Ozeanpianisten von Alessandro Baricco 
Ein Solo für zwei Verrückte 


"Ist einer verrückt, nur weil er genau weiß, wie es in Paris aussieht, wie es auf dem Pont Neuf riecht nach einem Herbstregen, obwohl er nie dort war? Und wenn einer lieber im Kopf auf Reisen geht, anstatt wirklich loszugehen? Herrje, allein die Straßen, tausende. Wie bringt ihr da unten es fertig, eine bestimmte einzuschlagen, sagte er und setzte sich ans Klavier. 88 Tasten. Die Klaviatur fängt an und endet. Das gefiel ihm. Das Schiff, und nur das Schiff. Wünsche auch hier, ja, aber nicht mehr als zwischen Bug und Heck passen. Hier, auf der Virginian ist er geboren. Hier und nur hier spielte er. Novecento, der Größte. Ich schwör's. Ich, Tom Tooney, ich muss es wissen, denn ich war dabei. Wir spielten zusammen auf dem Schiff. Freunde. Die besten. Solange du eine gute Geschichte hast und einen, dem du sie erzählen kannst, bist du noch nicht am Ende. Er hatte eine. Er hat sie mir geschenkt.“ Novecento ist ein lebhaftes Schauspiel um Liebe und Sehnsucht, mit stummen Tönen und leisen Stürmen. Ein Tanz mit dem Ozean. Verrückt, und schön. Novecento ist eine Komposition aus Musik und Licht, Schauspiel und Erzählung, handfestem Theater und ex- perimentellen Grenzgängen.