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Meine Theaterleidenschaften Natürlich waren Begegnungen in meinem Theaterleben enorm wichtig für mich. Louis Neaf aus der Schweiz war so jemand. Ihm verdanke ich die Faszination für das lebendige authentische Schauspiel. Von George Tabori nehme ich mir gerne die tiefe Schläue und seinen Witz. Gitta Martens befruchtete mit ihren Formen des politischen Theaters. Tadeusz Kantor, der Avantgardist aus Polen: während meines Theaterstudiums in Berlin durfte ich diesen alten polnischen Theater-Avantgardisten kennen lernen. Er schenkte mir seinen Ansatz des tief berührenden und stark stilisierten Choreografischen Theaters. Die besondere Kraft und Ausstrahlung seiner Theaterfiguren ließ und lässt mich bis heute nicht los. Tief anrührende Figuren und dennoch sehr stark stilisiert, ist eine Richtung, der ich auch in meiner Arbeit sehr nachgehe. Über ihn durfte ich das „Theater des Todes“ mit seiner Botschaft: „spielen, leben, ein letztes Mal“ kennen lernen und es fasziniert mich immer wieder neu. Es landete bei mir, insbesondere mit seiner Provokation hin zur Vertiefung Bedeutung der Endlichkeit für unser Wirken und Sein. Rick Kempt London der Bühnenclown schenkte mir das „Ja Prinzip“, im Leben wie in der Kunst. Den Bühnenclown mit seinem positiven Blick auf die Welt vertiefte ich mit LehrerInnen wie Jean Martin Moncero - Schule Dimitri, Didier Domerque - Schule le Coque, Monika Pagneaux und Rik Kempt - Schule Goullier. Über Peter Weitzner, Peter Simandl sowie Ulrika Sprenger kam die Faszination für Gelände- und Ortsbespielungen und Performances. Außerdem schenkten sie mir die Sehnsucht nach ganzheitlichen Unterrichtsformen, in denen Theorie und Praxis zu intensiven künstlerischen Prozessen und ausdrucksstarken Inszenierungen führten. Heute richte ich meinen Blick gerne auf Christoph Marthaler. In seinen Arbeiten sehe ich auch meine Faszination für den Moment der Stille und das Innehalten verstanden als Gegenzeit zum Heutigen. Und er richtet sich auch auf ästhetische wie dramaturgische Formen des Tanztheaters. Meine Faszinationen fließen natürlich ein in unser Theater Transit und dessen konzeptionelle Ausrichtung. Und in meine Taten als Lehrende, Inszenierende, Darstellende, Veranstaltende und kulturpolitisch Aktive. |
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