Wie man unsterblich wird – Kinderstück 2016

 Herbst-Produktion des Theater Transit Kinder-Ensemble
un
Preisträger Hessische Schultheatertage 2017

Festivalteilnahme JUSTSEE, Friedrichshafen 2017

Eine Gruppe von Kindern geht auf Forschungsreise zu den letzten Dingen. Sie sammeln Fragen und suchen nach Antwort über das Leben und was danach kommt. So selbstverständlich, wie Kinder das eben so tun. Sie erzählen vom Abschied von Tieren und Menschen und finden Geschichten, Rituale, Klänge, Bilder zur letzten Reise. Unbefangen, einfühlsam und durchaus heiter machen sie ihr Publikum vertraut mit einem Thema, das zum Leben gehört wie Licht und Schatten. Sie regen Jung und Alt an zum Nachdenken und machen Mut zu reden.

Der Opa stirbt. Das Kaninchen bewegt sich plötzlich nicht mehr. Jemand ist schwer krank. Das Thema Tod und Sterben ist keineswegs eines, das nur Erwachsene betrifft. Auch Kinder haben schon eigene Erfahrungen damit. Und sie trauen sich, die vermeintlich einfachen Fragen auch zu stellen: Warum müssen Tiere und Menschen sterben? Wie ist das, wenn man tot ist? Und was kommt danach? Kinder sind neugierig, haben viele Fragen, eigene Antworten und dabei meist einen unverkrampften Blick auf das ansonsten oft mit Tabus belegte Thema.

Erde liegt in der Bühnenmitte, Kinder nehmen sie in die Hand, lassen sie durch die Finger rieseln. Steine werden gesammelt, geschichtet, bemalt. Die zwölf Jungs und Mädchen hantieren in der Stille und mit Bedacht. Hinten mahnt ein großes, schiefes Holzkreuz, links steht eine mit Wasser gefüllte Zinkwanne. Zwei Kinder treten aus der Gruppe, setzen sich ans Xylophon. Sie spielen ein Lied, das unter die Haut geht: „Wenn ein Mensch kurze Zeit lebt, sagt die Welt, dass er zu früh geht.“ Volker Ell zeichnet für die Musik in dem beeindruckenden Stück, bei dem Max Petermann Regie führt und Ossian Hain die Textauswahl traf, verantwortlich. Die erste Zeile singt ein Mädchen alleine, dann tritt ein zweites nach vorne, nacheinander stimmen alle ein. „Wenn ein Mensch lange Zeit lebt, …..“ Diese Sätze stimmen nachdenklich, berühren, treffen ins Herz, auch, weil und wie sie von Kindern vorgebracht werden.
Die ganz in Weiß Gekleideten gehen unbefangen, ja, oft sogar heiter mit dem Thema um, das schließlich zum Leben gehört, wie Licht und Schatten. „Ist halt so, ganz normal.“ Sie finden tote Tiere, nehmen sie mit, stellen Fragen und diskutieren miteinander, was mit ihnen los ist und was jetzt zu tun ist. Sie spielen Beerdigung, legen sich selbst in einen Sarg, schließen die Augen solange, bis jemand anderes sagt: „Und jetzt ich.“ Und immer erfährt das Publikum, wie es mit Felix und Oskar weitergeht und was sie in noch alles erforschen und erleben. Von heilenden Ritualen unterschiedlicher Glaubensformen wird erzählt – einfach, gestisch und immer leicht verständlich – aber mit Tiefgang, ganz nach den Pudhys, die sagen: „Leben und sterben und Frieden und Streit – Jegliches hat seine Zeit.“  (Sibylle Marxheimer, Echo Darmstadt)
Link zum Artikel    Unsterblich_Kritik_

In Zusammenhang mit der Ausstellung „leben aus gestorben“ erforschen die beteiligten Kinder Sterben und Tod auf vielfältige Weise. Daraus entsteht ein Theaternachmittag, der zuschauende Kinder leicht und ungverkrampft zu eigenen Fragen anregt. Wir wollen zeigen, dass das Nachdenken über den Tod eine Frage an das Leben ist. Und dass Kinder beim Sprechen über den Tod nicht automatisch traurig werden müssen.

Regie: Max Petermann   Musik: Volker Ell  Text: Ossian Hain  Kostüm: Balduin Bollin

Darsteller: Helene Huber, Clara Timm, Anton Faust, Hagen Staudermann, Jara Schubert, Johanna Schubert, Noah Grießmann, Vincent Friedlein, Olivia Nair, Nika Götsch, Gorden Hetdke, Mari-Lynn Arnold

Wie man unsterblich wird_Flyer2016 zum Download

Theater Mollerhaus im Exil: Hügelstraße 75, Darmstadt
Karten unter: 06151-26540         kontakt@theatermollerhaus.de
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